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Rohrbündelklärer

Die Trennung von Feststoffen aus flüssigen Medien erfolgt in der Wasser- und Abwassertechnik z.B. durch Absetzbecken, in denen Feststoffe unter definierten Bedingungen sedimentieren können. Unter Sedimentation versteht man die Trennung von suspendierten Feststoffen aus einer Flüssigkeit mit Hilfe der Schwerkraft. Der Wirkungsgrad eines Absetzbeckens wird geprägt durch die hydraulischen Verhältnisse im Becken. Die wichtigsten Kriterien hierfür sind:

  • spezifische Oberflächenbeschickung
  • Schlammbelastung
  • Durchlaufzeit, d.h. Verweildauer
  • Fließgeschwindigkeit
  • laminares, d.h. turbulenzarmes Strömungsbild

Eine Zunahme der Abwasserbelastung bzw. höhere Anforderungen an die Ablaufqualität machen den Bau größerer und leistungsfähiger Absetzbecken erforderlich. Daher ist es notwendig, effizientere Lösungen zu entwickeln.

Eine deutliche Verbesserung der Sedimentation ungelöster Bestandteile aus Flüssigkeiten erreicht man durch den Einbau der Rohrbündelklärer. Hierdurch vergrößert sich die Absetzfläche um ein Mehrfaches. Die schräg mit 60°-Neigung konstruierten Rohrbündel in Kreuzbauweise bewirken kürzeste Absetzwege und schnellste Konzentrierung der sedimentierenden Feststoffe und Flocken.

Ist die Sedimentation und Abscheidung von ungelösten Bestandteilen in bestehenden Absetzbecken mangelhaft (Flockenabtrieb), so kann mit den Rohrbündelklärern eine wesentliche Verbesserung erzielt werden.

Die Rohrbündelklärer werden in einzelnen Modulen geliefert. Parallel angeordnete Platten und vertikale Stützwände bilden Rohrkanäle mit quadratischem Querschnitt. Die Rohrkanäle zweier benachbarter Platten sind gegeneinander kreuzweise angeordnet, so dass die ca. 3 m langen, 0,75 m breiten und 0,52 m hohen Module trotz des geringen Gewichtes von ca. 25 kg über eine außergewöhnlich hohe Steifigkeit verfügen. Das verwendete Material ist beständig gegen Sonnenlicht und biologische Einflüsse.

Die Materialien entsprechen dem deutschen Lebensmittelgesetz und dürfen dementsprechend auch im Trinkwasserbereich eingesetzt wer­den. Der Einbau erfolgt auf einer Tragkonstruk­tion, die an den Beckenwänden bzw. an den Überlaufrinnen befestigt wird. Eventuell erfor­derliche Umbauten der Schlammräum­einrichtungen sind in den meisten Fällen ohne Schwierigkeiten durchführbar. In einzel­nen Fällen muss durch eine zusätzliche An­ordnung von Leitwänden für eine gleichmä­ßige Anströmung der Module gesorgt werden.

Systemvorteile

  • kleinere Absetzbecken bei Neubauten
  • hydraulische Leistungserhöhung
  • Erzielung von besseren Ablaufqualitäten
  • geringere Investitionskosten
  • sehr niedrige Bauhöhe, daher besonders zur Nachrüstung geeignet
  • schnelle und einfache Montage

Einsatzbereiche

  • Oberflächenwasseraufbereitung
  • Trinkwasseraufbereitung
  • Filterrückspülwasseraufbereitung
  • Industrielle- und kommunale Abwasseraufbereitung
  • Metallindustrie
  • Chemische Industrie
  • Textilindustrie
  • Papier- und Zellstoffindustrie
  • Lebensmittelindustrie

Betriebserfahrungen

Beckendurchmesser
26 m
Ausgerüstete Beckenoberfläche
185 m²
Effektive Rohrbündelklärfläche
850 m²
Ringbreite
2,5 m
Leistung
350 m³/h

Rohrbündelklärer
(PDF, Deutsch)
659 kB

Tube settling modules
(PDF, Englisch)
596 kB